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20.04.2017, 07:54 Uhr

Effiziente Kreisverwaltung mit Controlling sicherstellen, halbjährlich fortzuschreibende Zwischenberichte

Aus der Kreisverwaltung ist das Thema Controlling – ebenso wie in größeren privaten Betrieben - nicht mehr wegzudenken. Jetzt haben die Kreistagsfraktionen von CDU und FDP gemeinsam mit der Verwaltung ein Verfahren zur transparenten Darstellung der Aktivitäten abgestimmt. Künftig wird die Verwaltung im Rahmen eines halbjährlich fortzuschreibenden schriftlichen Zwischenberichts eine umfassende Situationsdarstellung einschließlich der im Berichtszeitraum abgeschlossenen und soweit möglich sich im Folgehalbjahr abzeichnenden Entwicklungen erstellen. „Der Kreis Heinsberg ist inhaltlich auf einem guten Weg, den von CDU und FDP initiierten Kreistagsbeschluss zum Controlling umzusetzen“, sind sich die Fraktionsvorsitzenden Norbert Reyans (CDU) und Stefan Lenzen (FDP) einig.

 

„Allerdings handelt es sich nicht um ein Verfahren, das zu irgendeinem Stichtag abgeschlossen wäre. Wir reden hier von einer Daueraufgabe, insbesondere einer Führungsaufgabe, die mit Blick auf die Haushaltssituation auch langfristig von großer Bedeutung sein wird“, so die Fraktionsvorsitzenden. Entsprechend systematisiert soll das Thema weiter bearbeitet werden. Der umfassende halbjährliche Zwischenbericht ist dabei ein Baustein. Wir müssen insbesondere die großen Kostenblöcke beachten. So sind neue Stellenbedarfe kritisch zu betrachten und bei Ausscheiden von Mitarbeiter/innen ist die Notwendigkeit der Neubesetzung jeweils zu prüfen. Hieran wird von der Verwaltung bereits gearbeitet. Zusätzlich wurde damit begonnen, ein professionalisiertes Verfahren zur Geschäftsprozessoptimierung aufzubauen. Durch den Einsatz von geeigneten IT-Programmen sollten Arbeitsabläufe vereinfacht und optimiert werden. All diese Maßnahmen gehen aus Sicht der Beteiligten und externer Fachleute in genau die richtige Richtung. Wichtig dabei ist für Politik und Verwaltung, den Spagat zwischen Kostenoptimierung und Bürgerfreundlichkeit zu vollziehen. „Wir wollen möglichst nicht zu Lasten der Bürger sparen, sondern setzen dort an, wo durch interne Ablaufänderungen der Finanzbedarf reduziert werden kann“, so Landrat Pusch, Kreisdezernent Philipp Schneider und die beiden Fraktionsvorsitzenden.
Einig sind sich aber auch darin Alle: Solange das Land dem Kreis ständig neue Aufgaben überträgt, kann Controlling als primäres Ziel nur einen möglichst geringen Anstieg der absoluten Mitarbeiterzahl in der Kreisverwaltung haben. „Trotzdem setzen wir Alles daran, eine hocheffiziente Verwaltung sicherzustellen“, so das Gesamtfazit.

aktualisiert von Martin Kliemt, 04.05.2017, 12:00 Uhr