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02.07.2008

Informationsbesuch caritative Einrichtungen 2007

Informationsbesuch der CDU-Kreistagsfraktion bei den Gangelter Einrichtungen "Maria Hilf"

Nach einiger Unterbrechung hat die CDU-Kreistagsfraktion ihre langjährige Praxis wieder aufgenommen, interessante Betriebe und wichtige Einrichtungen im Kreisgebiet zu besuchen. Sinn der Aktion ist ein doppelter – den Kenntnisstand ihrer Kommunalpolitiker zu vertiefen zum einen und zum anderen gegebenenfalls Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeiten durch die Fraktion für diese Einrichtungen auszuloten. Den Anfang machten die Christdemokraten jetzt unter Führung ihres Fraktionsvorsitzenden Norbert Reyans bei den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf gGmbh, ein Zweig der umfassenden Krankenhaus- und vielseitigen Hilfsorganisation gleichen Namens in NRW und in der Bundesrepublik.

Nach der Begrüßung in einem der Schulungsräume des Hauses an der Bruchstraße 6 stellte Geschäftsführer Dieter Erfurth in einem einstündigen Referat die vielfältigen Gangelter Einrichtungen Maria Hilf vor. Sie gliedern sich in die Eingliederungshilfe (330 Plätze), ein Heim für Menschen mit Behinderungen (360 Plätze), in das Fachkrankenhaus mit 155 Plätzen, in das Katharina Kasper-Altenheim und in die Verwaltungs- und Wirtschaftsabteilungen. Außerdem zählen Häuser für Psychiatrie und Wohnstätten für Menschen mit geistiger Behinderung und Betreutes Wohnen in Gangelt, Geilenkirchen, Hückelhoven, Heinsberg und Erkelenz dazu.

Die Gangelter Einrichtungen sind personell und wirtschaftlich autark und mit den genannten Schwesterinstitutionen im Bundesgebiet eng vernetzt. Die Gäste zeigten sich überrascht von der Größe des Hauses, die so von der Bruchstraße aus nicht zu erwarten ist, wie sich in einem Rundgang durch die gepflegte Gesamtanlage zeigte: in vier Abteilungen sind 800 (!) Mitarbeiter vom Leitenden Arzt über die Pflegekräfte bis zu den Handwerkern und Gärtnern beschäftigt; 2 Mio. Euro beträgt allein die jährliche Lohnsumme.

Man sucht die Zusammenarbeit mit den Schulen im Kreis, mit den Firmen im Kreisgebiet (Jahresumsatz 5,4 Mio Euro). Behandelt werden 1.500 Fälle im Jahr; stationär fallen 40.000 Pflegetage jährlich an. Der besondere technologische Stolz gilt der neuen Biogasanlage am Rande des Parks der Einrichtungen. Sie ist eine gewerbliche Tochter der Maria Hilf GmbH und wurde im Sommer bereits von EU-Kommissar Andris Piebalgs in Begleitung von Fachministern des NRW-Kabinetts besichtigt, wie Dieter Erfurth stolz berichtete; sein Sohn Stefan als zuständiger Abteilungsleiter stellte sie den christdemokratischen Kommunalpolitikern aus dem Kreis Heinsberg vor: „Sie dient nicht nur der Produktion erneuerbarer Energie, sondern auch unserer dezentralen Versorgung mit Gas und Elektrizität.“ 13.000 Tonnen Gülle, 1.500 t Mist, 8.500 Maissilage aus heimischen Betrieben werden verarbeitet. 60 % des Wärmebedarfs der Gangelter Einrichtungen werden damit gedeckt, der Strom wird verkauft (Jahresproduktion: 3,8 Mio. kw Wärme, 4,6 Mio. kw Strom).

Am Ende der zweistündigen Info-Veranstaltung dankte Fraktions-Sprecher Norbert Reyans den Gastgebern mit herzlichen Worten für ihre Gastfreundschaft und ihre umfassenden Informationen.

aktualisiert von Martin Kliemt, 15.08.2008, 14:29 Uhr
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